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Poetry // GERMAN


DIE DISTELKRONE 

 

ich liebe meiner seele spalten

gegen die ich den aufstand übe

auf eine noch nicht gehörte melodie

tanz’ ich mit leidenschaft

auf leben und tod.

ZWISCHEN STÄBEN ERBLICKE ICH

DAS ZARTE VORBEIFLIEßEN

 DES SCHICKSALS

der winter kam gar nicht so richtig

als schon der frühling fast verging

ich konnte mich dir

gar nicht nähern

denn du entferntest dich

endgültig

und nur als sanft der tod die hand

mir reichte wurde mir so

als fing’ ich an zu leben.

BRIEF IN DEN WOGEN  DER WINDE

BEI TAUBEM WETTER

laufen soll ich, ketten brechen

den tod der mich

gefangen hält zerquetschen

damit ich dich erreiche

meine prinzessin, du meine prinzessin

ich blickte noch in die ferne

ich glaubte noch, daß alles

nur mir allein gehört

ich ließ die brust anschwellen

glücklich dich zu treffen

glücklich dich zu spüren

als hörte ich, zu bald,

im jenseits

 meine pferde wiehern

ich war noch immer da um dich zu treffen

noch stand ich vor dem alten spiegel

als man mir sagte du seist fort

ich will auch jetzt zu dir vordringen

dich zu umarmen auch jetzt, da du fort bist, auch jetzt!

der tod hält mich in ketten viel zu fest

so fest daß ich mich schäme laut zu weinen

meine prinzessin, du meine prinzessin.

SELBSTBILDNIS

alles was ich berühren könnte

und nicht berühre

alles was ich verstehen könnte

aber nicht verstehe

alles was ich sein könnte

aber nicht bin

AUßERHALB DES GESETZES

wenn ich auf alle vorschriften

geachtet hätte,

wäre ich nie bei dir angekommen

………………………………………

außerhalb des gesetzes

habe ich dich geliebt

außerhalb des gesetze

habe ich geatmet

außerhalb des gesetzes

überkommt mich ein weinkrampf

STAUB UND PULVER

„Ein Wurm liegt im Kosmos versteckt”

                                                                               (C. NOICA)

obwohl die dinge voller flecken sind

seh ich mit staunen:

sie verflecken weiter

niemand bleibt stehen,

niemand geht vorwärts

einmal

fuhr in der nähe

ein sauberer klang vorbei

die, die ihn noch hören

wollen ihn schnell vergessen

VERZEIH MIR

 wenn meine selbstzerfleischung

dich berührt

verzeihe  mir

KONKUBINAT

nach der genesung

stellte ich fest wie krank ich bin,

nachdem ich dich nicht mehr liebte

übermannte mich vernichtend

as verlangen nach dir

wenn ich nicht mehr bin

werde ich alles verstehen

velleicht

NIRGENDWO

nirgendwo bin ich vorhanden

und fehle nirgendwo

oft wünschte ich mir

nicht mehr zu sein

obwohl ich niemals

wirklich lebte

nebenan blüht kaiserlich die brennessel

nebenan starten bunte

flugzeuge

ich wurde nirgendwo verurteilt

doch nirgendwohin kann ich flüchten

GEDICHT IM DEZEMBER

viel erdrückender ist die welt im dezember

der selbstmord spaziert auf der straße

viel, viel aggressiver…

wenn ich diesen winter los werde

und diese krankheit

und diesen tod,

im sommer das weiß ich genau

wünsche ich mir

den dezember herbei

EIN NEUER ANFANG,

VIELLEICHT SOGAR DER ANFANG

in deinen augen scheint die welt mir jünger,

krank und jung, sterbend und jung,

bereit, mit einem letzten krampf, sich der schönheit

zu öffnen

das schneien von gestern abend

scheint ein zerbrechliches schild

das die ungewißheit bedeckt,

die ungeduld zu sein

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